Aubergine
Allgemein
Die Aubergine gehört zur Familie der Nachtschattengewächse und trägt den botanischen Namen Solanum melongena. Sie ist eng verwandt mit Tomaten, Paprika und Kartoffeln. Ursprünglich stammt die Aubergine aus tropischen und subtropischen Regionen Asiens und benötigt daher viel Wärme und Sonne, um gut zu wachsen.
Heute gibt es zahlreiche Sorten mit unterschiedlichen Formen und Farben. Die klassischen Auberginen sind dunkelviolett und länglich, es existieren jedoch auch runde, gestreifte oder sogar weiße Varianten. Auberginen werden wegen ihrer mild schmeckenden Früchte angebaut, die in vielen Küchen weltweit verwendet werden. Im Garten sind sie etwas anspruchsvoller als andere Gemüsearten, da sie viel Wärme und eine lange Wachstumszeit benötigen.
Aussaat und Ernte
Vorziehen:
- Aussaat im Haus oder Gewächshaus: Februar bis März
- Saattiefe: etwa 0,5–1 cm
- Keimtemperatur: 22–25 °C
- Keimdauer: etwa 8–14 Tage
- Jungpflanzen nach Bildung der ersten echten Blätter pikieren
Auspflanzen ins Freiland oder Gewächshaus:
- ins Freiland erst ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)
- Pflanzabstand: etwa 50–60 cm
- Reihenabstand: etwa 60–80 cm
- Auberginen wachsen besonders gut im Gewächshaus oder an geschützten Hauswänden
Ernte:
- erste Ernte meist Juli bis August
- Haupterntezeit: Juli bis Oktober
- Kulturdauer: etwa 70–90 Tage nach dem Auspflanzen
- Früchte ernten, solange sie glänzend und fest sind
Standort und Boden
Auberginen benötigen einen möglichst warmen, sonnigen und windgeschützten Standort. Da sie ursprünglich aus warmen Regionen stammen, reagieren sie empfindlich auf Kälte und wachsen besonders gut im Gewächshaus oder an einer geschützten Südwand. Viel Sonne sorgt dafür, dass sich kräftige Pflanzen entwickeln und die Früchte gut ausreifen.
Der Boden sollte locker, humusreich und sehr nährstoffreich sein. Auberginen gehören zu den Starkzehrern und benötigen daher viele Nährstoffe für ihr Wachstum. Ein gut vorbereiteter Boden mit reichlich Kompost oder organischem Dünger bietet ideale Bedingungen. Außerdem sollte der Boden Wasser gut speichern können, ohne Staunässe zu bilden. Eine gleichmäßige Wasserversorgung ist wichtig, damit die Früchte gleichmäßig wachsen. Der ideale pH-Wert liegt etwa zwischen 6 und 7.
Nachbarn
Gute Nachbarn:
- Bohnen
- Erbsen
- Salat
- Spinat
- Kohl
Schlechte Nachbarn:
- Kartoffeln
- Tomaten
- Paprika
Fruchtfolge
Da Auberginen zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, sollten sie nicht mehrere Jahre hintereinander am gleichen Standort angebaut werden. Eine Anbaupause von etwa drei bis vier Jahren ist sinnvoll, um Krankheiten und Bodenmüdigkeit zu vermeiden. Besonders wichtig ist es, Auberginen nicht direkt nach anderen Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika oder Kartoffeln zu pflanzen, da diese ähnliche Krankheiten und Schädlinge haben können.
Gut geeignet sind Beete, auf denen zuvor Pflanzen wie Salat, Hülsenfrüchte oder Kohlarten gewachsen sind. Durch eine abwechslungsreiche Fruchtfolge bleibt der Boden gesund und die Auberginen können kräftige Pflanzen und viele Früchte entwickeln.