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Brokkoli

Allgemeines

Brokkoli ist ein gesundes und beliebtes Gemüse, das wegen seiner dunkelgrünen Röschen und seines hohen Gehalts an Vitaminen und Mineralstoffen geschätzt wird. Botanisch gehört Brokkoli zur Art Brassica oleracea var. italica und ist damit ein enger Verwandter von Kohl, Blumenkohl und Rosenkohl. Ursprünglich stammt Brokkoli aus dem Mittelmeerraum, besonders aus Italien, und wurde über Jahrhunderte hinweg gezüchtet.

Brokkoli ist ein eher kälteverträgliches Gemüse, das sich sowohl für Frühjahrs- als auch Herbstkulturen eignet. Die Pflanzen bilden große Blattrosetten und in der Mitte eine zentrale Röschenknospe, die geerntet wird. Mit der richtigen Pflege können viele Sorten auch noch nach der Haupternte Seitentriebe bilden, sodass die Erntezeit verlängert wird.

Aussaat und Ernte

Brokkoli wird normalerweise vorgezogen, da er eine längere Kulturzeit benötigt und bei kühler Witterung besser anwächst.

Vorziehen

  • Aussaatzeit: Februar bis März (für frühe Ernte), oder Juni (für Herbsternte)
  • Saattiefe: etwa 0,5 bis 1 cm
  • Keimdauer: ca. 7 bis 12 Tage
  • Keimtemperatur: ideal sind 18–22 °C
Auspflanzen ins Freie

  • Frühkultur: März bis April (je nach Wetter)
  • Herbstkultur: Juli bis August
  • Pflanzabstand: etwa 40 bis 50 cm
  • Reihenabstand: etwa 50 bis 60 cm
Ernte

  • erste Ernte meist nach 70 bis 100 Tagen
  • Haupt-Erntezeit: Mai bis Juli (Frühjahrsbrokkoli), September bis November (Herbstbrokkoli)
  • Zentrale Röschen ernten, Seitentriebe wachsen danach nach
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Standort und Boden

Brokkoli wächst am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Besonders wichtig ist ein Platz mit gleichmäßiger Feuchtigkeit und guter Luftzirkulation, um Pilzkrankheiten vorzubeugen. Brokkoli verträgt etwas kältere Temperaturen, wächst aber bei gleichmäßigem Wetter am besten.

Der Boden sollte locker, humusreich und nährstoffreich sein, da Brokkoli zu den Starkzehrern zählt. Ein guter Kompostanteil sorgt für eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen, besonders Stickstoff, der das Blatt- und Röschenwachstum unterstützt. Staunässe sollte vermieden werden, da Brokkoli sonst anfällig für Wurzel- oder Fäulniskrankheiten wird.

Vor dem Pflanzen empfiehlt es sich, das Beet gründlich zu lockern und Kompost oder organischen Dünger einzuarbeiten. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,0 und 7,5, also im leicht sauren bis neutralen Bereich. Eine gleichmäßige Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die Pflanzen zarte Blätter und Röschen entwickeln.

Nachbarn

Gute Nachbarn

  • Mangold
  • Rote Bete
  • Dill
  • Porree
  • Bohnen
Schlechte Nachbarn

  • Andere Kohlarten

Fruchtfolge

Brokkoli gehört zu den Kreuzblütlern und sollte nicht mehrere Jahre hintereinander am gleichen Standort angebaut werden. Eine Anbaupause von etwa drei bis vier Jahren ist empfehlenswert, um Bodenkrankheiten zu vermeiden und die Pflanzen gesund zu halten. Besonders gut eignet sich Brokkoli für Beete, auf denen zuvor Bohnen, Erbsen oder Salat angebaut wurden, da diese Pflanzen den Boden weniger stark beanspruchen. Weniger geeignet ist ein Anbau direkt nach anderen Kohlarten, da ähnliche Krankheiten auftreten können. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge sorgt dafür, dass Brokkoli kräftig wächst und große, gesunde Röschen entwickelt.