Erbsen
Allgemeines
Erbsen gehören zu den klassischen Gartenpflanzen und sind besonders bei Einsteigern beliebt, weil sie relativ pflegeleicht sind und sich gut für die Mischkultur eignen. Botanisch heißen sie Pisum sativum und gehören zur Familie der Hülsenfrüchtler. Ursprünglich stammen Erbsen aus dem Mittelmeerraum und Vorderasien, wo sie schon vor mehreren tausend Jahren als Nahrungsmittel angebaut wurden.
Erbsen sind Kletterpflanzen oder Buschpflanzen, je nach Sorte, und bilden Hülsen mit mehreren Samen. Sie liefern neben einem süßen Geschmack auch pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Erbsen lassen sich sowohl im Frühjahr als Frühkultur als auch im Sommer als Nachkultur anbauen. Außerdem sind sie für den Boden wertvoll, weil sie durch Knöllchenbakterien Stickstoff binden und somit die Nährstoffversorgung für nachfolgende Pflanzen verbessern.
Aussaat und Ernte
Erbsen werden normalerweise direkt ins Beet gesät, da sie das Umpflanzen schlecht vertragen.
Aussaat
- Aussaatzeit: März bis Mai (Frühjahrs-Erbsen)
- Aussaat für Sommer- oder Herbstkultur: Juli bis August
- Saattiefe: etwa 3 bis 5 cm
- Reihenabstand: etwa 30 bis 40 cm
- Pflanzabstand: etwa 5 bis 10 cm
Ernte
- erste Ernte: etwa 60 bis 80 Tage nach der Aussaat
- Haupterntezeit: Mai bis Juli (Frühjahrs-Erbsen), August bis September (Spätkultur)
- Ernte möglichst regelmäßig, damit die Pflanzen weiterhin neue Hülsen bilden
Standort und Boden
Erbsen wachsen am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Sie benötigen ausreichend Licht, um kräftig zu wachsen und viele Hülsen zu bilden. Da Erbsen relativ kälteunempfindlich sind, können sie früh im Frühjahr ausgesät werden, sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist.
Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Besonders vorteilhaft sind leicht kalkhaltige Böden, die die Keimung fördern. Erbsen benötigen keine zusätzliche Stickstoffdüngung, da sie durch ihre Knöllchenbakterien selbst Stickstoff aus der Luft binden und in den Boden einbringen. Gleichzeitig sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden, um zarte Pflanzen und Hülsen zu gewährleisten. Staunässe ist zu vermeiden, da sie Wurzelfäule begünstigen kann.
Vor der Aussaat empfiehlt es sich, das Beet gut zu lockern und bei Bedarf Kompost einzuarbeiten. Ein pH-Wert zwischen 6,0 und 7,0 ist ideal für Erbsen.
Nachbarn
Gute Nachbarn
- Kohlrabi
- Radieschen
- Gurken
- Dill
- Fenchel
Schlechte Nachbarn
- Lauch
- Kartoffeln
- Zwiebeln
- Tomaten
- Bohnen
Fruchtfolge
Erbsen sind Hülsenfrüchtler und verbessern den Boden durch Stickstoffbindung, sodass sie besonders wertvoll für die Fruchtfolge im Gemüsebeet sind. Sie sollten jedoch nicht mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle angebaut werden, um Krankheiten zu vermeiden. Eine Anbaupause von etwa zwei bis drei Jahren ist empfehlenswert.
Erbsen eignen sich sehr gut als Vorkultur vor Starkzehrern wie Tomaten, Zucchini oder Kohl, da der Boden nach der Ernte besonders nährstoffreich ist. Weniger geeignet ist es, Erbsen direkt nach anderen Hülsenfrüchten anzubauen, da dies ähnliche Schädlinge und Krankheiten begünstigen kann. Durch abwechslungsreiche Fruchtfolge bleibt der Boden gesund und die Pflanzen wachsen kräftig.