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Karotten

Karotten

Was ist eine Karotte?

Die Karotte (auch Möhre, regional auch Gelbe Rübe genannt) ist ein Wurzelgemüse aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Botanisch gehört sie zur Art Daucus carota, genauer zur Kulturform Daucus carota subsp. sativus.

Ursprünglich stammt die Wildform aus Europa und Westasien. Die heutigen orangefarbenen Karotten wurden über viele Jahrhunderte gezüchtet und sind heute eines der beliebtesten Gemüse im Hausgarten.

Die essbare Karotte ist eine verdickte Speicherwurzel. Je nach Sorte kann sie unterschiedlich aussehen:

  • kurz und rund
  • kegelförmig
  • lang und schlank
  • orange, gelb, weiß, rot oder violett

Vegetationszeit und Aussaat

Vegetationszeit (je nach Sorte):

  • frühe Sorten: ca. 70–90 Tage
  • mittlere Sorten: ca. 90–110 Tage
  • späte Lagerkarotten: ca. 110–140 Tage

Aussaat – Wann Karotten säen?

Karotten werden normalerweise direkt ins Beet gesät, da sie das Umpflanzen schlecht vertragen. Auch ein Vorziehen der Pflanze ist in der Regel nicht üblich, da beim umpflanzen die Wurzeln beschädigt werden können und es so zu schiefen Karotten kommen kann.

Mai bis Juni Ernte: September bis Oktober

Frühkarotten

  • Aussaat: März bis April
  • Ernte: Juni bis Juli
Sommerkarotten

  • Aussaat: April bis Juni
  • Ernte: Juli bis September
Lagerkarotten

  • Aussaat: Mai bis Juni
  • Ernte: September bis Oktober

Standort und Boden

Karotten wachsen am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Je mehr Licht die Pflanzen bekommen, desto besser entwickeln sich die Wurzeln. Ein luftiger Platz im Garten ist ebenfalls vorteilhaft, da die Pflanzen dort nach Regen schneller abtrocknen und insgesamt gesünder wachsen können. Wichtig ist außerdem, dass der Boden gleichmäßig feucht bleibt, ohne jedoch dauerhaft nass zu sein.

Der Boden spielt beim Anbau von Karotten eine besonders große Rolle, weil sich die Wurzeln tief in die Erde entwickeln. Ideal ist ein lockerer, tiefgründiger und gut durchlässiger Boden, der möglichst wenige Steine enthält. Besonders gut eignen sich sandige oder sandig-lehmige Böden, die humusreich sind und Wasser gut speichern können, ohne zu verdichten. Schwere und stark verdichtete Lehmböden sind hingegen weniger geeignet, da sich die Karotten dort oft verformen oder nur schlecht wachsen.

Vor der Aussaat sollte der Boden gründlich gelockert werden, am besten etwa 25 bis 30 Zentimeter tief. Dadurch können sich die Wurzeln später gerade und gleichmäßig entwickeln. Auch ein leicht humoser Boden verbessert das Wachstum. Frischer Mist sollte jedoch nicht direkt vor dem Anbau ausgebracht werden, da er dazu führen kann, dass die Karotten verzweigte oder unförmige Wurzeln bilden.

Der pH-Wert des Bodens liegt idealerweise zwischen etwa 6,0 und 7,0, also im schwach sauren bis neutralen Bereich. In solchen Böden können Karotten die Nährstoffe besonders gut aufnehmen und wachsen in der Regel am besten.

Nachbarn

Karotten profitieren stark von einer Mischkultur

Gute Nachbarn

  • Zwiebeln eignen sich besonders gut, es hilft gegen Karotten- und Zwiebelfliegen
  • Lauch / Porree
  • Knoblauch
  • Erbsen
  • Radieschen
  • Salat
  • Spinat
  • Tomaten
Schlechte Nachbarn

  • Dill (kann Wachstum hemmen)
  • Sellerie
  • Pastinaken
  • Petersilie
  • andere Doldenblütler

Fruchtfolge

Karotten sollten nicht mehrere Jahre in Folge auf dem gleichen Beet angebaut werden, es ist besser 3 bis 5 Jahre zu warten, da dem Boden sonst zu viele der gleichen Nährstoffe entzogen werden.

Als geeignete Vorfrüchte zu Karotten empfehlen sich zum Beispiel Erbsen, Bohnen, Salat, Kartoffeln oder Zwiebeln

Ungeeignete Vorfrüchte sind Tomaten, Mais sowie andere Doldenblütler wie Sellerie.