Paprika / Chili
Allgemeines
Paprika gehört zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Garten und im Gewächshaus. Botanisch heißt die Pflanze Capsicum annuum und gehört ebenfalls zur Familie der Nachtschattengewächse. Ursprünglich stammt Paprika aus Mittel- und Südamerika und wurde nach der Entdeckung Amerikas nach Europa gebracht. Heute gibt es viele verschiedene Sorten, zum Beispiel Blockpaprika, Spitzpaprika oder kleine Snackpaprika. Je nach Sorte können die Früchte grün, gelb, orange, rot oder sogar violett werden.
Paprikapflanzen brauchen viel Wärme, Licht und eine gute Nährstoffversorgung. Deshalb wachsen sie besonders gut in warmen Sommern, an geschützten Standorten oder im Gewächshaus. Mit der richtigen Pflege können die Pflanzen über viele Wochen hinweg Früchte bilden.
Aussaat und Ernte
Paprika wird fast immer vorgezogen, weil die Pflanzen eine lange Entwicklungszeit haben und viel Wärme zum Keimen benötigen.
Vorziehen
- Aussaatzeit: Januar bis März
- Saattiefe: etwa 0,5 bis 1 cm
- Keimdauer: etwa 7 bis 14 Tage
- Keimtemperatur: ideal sind 22 bis 26 °C
Aussaat ins Beet
- ab Mitte Mai (nach den Eisheiligen)
- Pflanzabstand: etwa 40 bis 50 cm
- Reihenabstand: etwa 50 bis 60 cm
Ernte
- erste Ernte meist ab Juli
- Haupt-Erntezeit: Juli bis Oktober
- Zeit von der Pflanzung bis zur Ernte: etwa 70 bis 100 Tage
Standort und Boden
Paprika braucht einen sehr warmen, sonnigen und geschützten Standort. Besonders gut wachsen die Pflanzen an einer Hauswand, unter einem Regendach oder im Gewächshaus. Da Paprika empfindlich auf Kälte reagiert, sollte der Standort möglichst windgeschützt sein und sich im Laufe des Tages gut aufwärmen.
Der Boden sollte locker, humusreich und nährstoffreich sein, da Paprika zu den Starkzehrern gehört. Ein Boden mit viel Kompost bietet eine gute Grundlage für kräftiges Wachstum und eine reiche Ernte. Außerdem ist es wichtig, dass der Boden Wasser gut speichern kann, ohne dass Staunässe entsteht. Eine gleichmäßige Wasserversorgung hilft den Pflanzen dabei, gesunde Früchte zu bilden.
Vor dem Pflanzen lohnt es sich, den Boden gründlich zu lockern und mit Kompost oder gut verrottetem organischem Dünger anzureichern. So stehen den Pflanzen ausreichend Nährstoffe zur Verfügung. Der ideale pH-Wert des Bodens liegt etwa zwischen 6 und 7, also im leicht sauren bis neutralen Bereich.
Nachbarn
Gute Nachbarn
- Knoblauch
- Karotten
- Zwiebeln
- Salat
- Kohl
- Basilikum
- Petersilie
Schlechte Nachbarn
- Tomaten
- Gurken
- weitere Starkzehrer
Fruchtfolge
Paprika sollte nicht jedes Jahr am gleichen Standort angebaut werden, da die Pflanzen viele Nährstoffe verbrauchen und der Boden sonst anfällig für Krankheiten wird. Idealerweise sollte zwischen zwei Paprika-Jahren eine Anbaupause von drei bis vier Jahren eingehalten werden. Direkt nach anderen Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Kartoffeln oder Auberginen sollte man Paprika ebenfalls nicht pflanzen, da sonst Krankheiten wie Fusarium oder Phytophthora leichter auftreten können. Besonders gut eignen sich hingegen Beete, auf denen zuvor Hülsenfrüchte wie Bohnen oder Erbsen, Salat, Kohlarten oder Wurzelgemüse angebaut wurden. Diese Pflanzen hinterlassen den Boden locker und nährstoffreich, sodass die Paprika-Pflanzen später kräftig wachsen und viele gesunde Früchte bilden.