Radieschen
Allgemeines
Radieschen gehören zu den schnellsten und einfachsten Gemüsepflanzen im Garten. Sie sind besonders bei Einsteigern beliebt, weil sie wenig Pflege benötigen und sehr schnell wachsen. Botanisch gehört das Radieschen zur Art Raphanus sativus var. sativus und zur Familie der Kreuzblütler. Es ist eng verwandt mit Rettich, unterscheidet sich jedoch durch seine kleinere, meist runde Knolle und den milderen Geschmack.
Radieschen stammen ursprünglich aus Vorderasien und wurden schon vor vielen Jahrhunderten in verschiedenen Regionen angebaut. Heute gibt es zahlreiche Sorten, die sich in Form, Farbe und Schärfe unterscheiden. Besonders typisch sind die roten, runden Radieschen mit weißem Inneren, aber es gibt auch längliche oder andersfarbige Varianten. Durch ihre kurze Entwicklungszeit eignen sich Radieschen sehr gut als Zwischenkultur im Gemüsebeet.
Aussaat und Ernte
Radieschen werden normalerweise direkt ins Beet gesät, da sie sehr schnell wachsen und kein Vorziehen nötig ist.
Ausaat
- Aussaatzeit: März bis September
- Saattiefe: etwa 1 bis 2 cm
- Keimdauer: etwa 4 bis 10 Tage
- Reihenabstand: etwa 15 bis 20 cm
- Abstand zwischen den Pflanzen: etwa 3 bis 5 cm
Ernte
- erste Ernte oft schon nach 3 bis 5 Wochen
- typische Kulturdauer: etwa 25 bis 40 Tage
- Erntezeit im Garten: April bis Oktober
- Radieschen sollten rechtzeitig geerntet werden, da sie sonst holzig oder zu scharf werden können
Standort und Boden
Radieschen wachsen am besten an einem sonnigen bis leicht halbschattigen Standort. Besonders im Frühjahr und Herbst gedeihen sie sehr gut, da sie eher kühlere Temperaturen mögen. Im Hochsommer ist ein leicht schattiger Platz oft von Vorteil, damit die Pflanzen nicht zu schnell schießen.
Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Radieschen bilden ihre Knollen relativ nah an der Oberfläche, deshalb ist ein feinkrümeliger Boden besonders wichtig. In zu schweren oder verdichteten Böden können sich die Knollen schlechter entwickeln oder verformen. Eine gleichmäßige Wasserversorgung sorgt dafür, dass die Radieschen zart bleiben und nicht zu scharf werden.
Vor der Aussaat lohnt es sich, das Beet leicht zu lockern und etwas Kompost einzuarbeiten. Frischer Mist ist jedoch nicht geeignet. Der Boden sollte außerdem nicht austrocknen, da unregelmäßige Feuchtigkeit das Wachstum stören kann. Der ideale pH-Wert liegt etwa zwischen 6 und 7.
Nachbarn
Gute Nachbarn
- Tomaten
- Bohnen
- Salate
Schlechte Nachbarn
- Gurken
- Kohlrabi
Fruchtfolge
Radieschen sind relativ anspruchslos und eignen sich gut als Vor-, Zwischen- oder Nachkultur im Gemüsebeet. Trotzdem sollte man darauf achten, sie nicht zu häufig hintereinander am gleichen Standort anzubauen. Eine Anbaupause von etwa zwei bis drei Jahren ist sinnvoll, besonders im Hinblick auf Krankheiten, die bei Kreuzblütlern auftreten können.
Außerdem ist es empfehlenswert, Radieschen nicht direkt nach anderen Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler anzubauen, zum Beispiel nach Kohlarten. Besser geeignet sind Beete, auf denen zuvor andere Gemüsesorten wie Salat, Erbsen oder Bohnen gewachsen sind. Eine abwechslungsreiche Fruchtfolge hilft dabei, den Boden gesund zu halten und gute Erträge zu erzielen.