Obstbäume zurückschneiden und ausdünnen
Warum Obstbäume zurückschneiden?
Der regelmäßige Rückschnitt und das Ausdünnen sind entscheidend für gesunde Obstbäume. Sie fördern das Wachstum, verbessern die Fruchtqualität und verhindern Krankheiten durch bessere Belüftung
Obstbäume bilden im Laufe der Jahre viele neue Triebe, die sich dicht verzweigen können. Ohne Schnitt entstehen:
- Zu dichte Baumkronen
- Schatten für Früchte und Blätter
- Höheres Krankheitsrisiko
- Weniger und kleinere Früchte
Durch den Rückschnitt wird die Baumkrone geöffnet, Licht und Luft können besser zirkulieren, und die Nährstoffe werden gezielt in die Fruchtbildung gelenkt.
Wann ist der beste Zeitpunkt?
Winterschnitt (Dezember bis Februar): Ideal für Apfel- und Birnbäume, solange der Baum ruht. Form- und Erziehungsschnitt lassen sich gut durchführen.
Sommerschnitt (Juni bis August): Entfernt man schwache Triebe und dünnt die Krone aus, fördert man die Fruchtbildung und reduziert Krankheiten.
Frühjahr/Sommer für Steinobst: Bei Kirschen oder Pflaumen lieber nach der Ernte schneiden, um Krankheitsrisiken zu minimieren.
Womit schneidet man Obstbäume?
- Gartenschere: für dünne Triebe
- Amboss- oder Bypass-Schere: für mittlere Äste
- Astsäge oder Baumsäge: für dicke Äste
- Leiter oder Teleskopschneider: für hohe Kronen
Wichtig: Immer sauberes, scharfes Werkzeug verwenden, damit die Schnittflächen glatt bleiben und schnell verheilen.
So schneidet man richtig
- Krone von innen auslichten, damit Licht und Luft durchkommen.
- Alle abgestorbenen, kranken oder beschädigten Äste entfernen.
- Eng stehende Triebe ausdünnen, besonders nach innen wachsende.
- Größere Äste in einem sauberen Schnitt abtrennen, niemals abbrechen.
- Auf die natürliche Form des Baums achten – beim Erziehungsschnitt junge Bäume in die gewünschte Form führen.