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Rasen vertikutieren

Ein dichter, sattgrüner Rasen braucht regelmäßige Pflege. Eine wichtige Maßnahme dabei ist das Vertikutieren. Dabei wird die Grasnarbe leicht angeritzt, um Moos, Rasenfilz und abgestorbene Pflanzenreste zu entfernen. Das sorgt dafür, dass Luft, Wasser und Nährstoffe wieder besser bis zu den Wurzeln gelangen.

Warum sollte man den Rasen vertikutieren?

Mit der Zeit bildet sich im Rasen eine Schicht aus Moos, abgestorbenem Gras und organischen Resten – der sogenannte Rasenfilz. Diese Schicht verhindert, dass der Boden ausreichend belüftet wird. Die Folgen können sein:

  • Der Rasen wächst schlechter
  • Moos breitet sich stärker aus
  • Wasser und Dünger erreichen die Wurzeln kaum

Durch das Vertikutieren wird diese Schicht entfernt und der Rasen kann sich wieder kräftig entwickeln.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Der ideale Zeitpunkt zum Vertikutieren ist im Frühjahr, meist zwischen März und Mai, sobald der Rasen wieder wächst. Eine zweite Vertikutier-Runde kann im Herbst (September bis Oktober) sinnvoll sein, wenn viel Moos vorhanden ist. Wichtig ist, dass der Boden nicht gefroren und nicht zu trocken ist.

Womit vertikutiert man den Rasen?

Zum Vertikutieren verwendet man einen Vertikutierer. Es gibt:

  • Hand-Vertikutierer – geeignet für kleine Flächen
  • Elektrische Vertikutierer – ideal für mittelgroße Gärten
  • Benzin-Vertikutierer – für große Rasenflächen und intensive Nutzung

Die rotierenden Messer ritzen den Boden leicht an und ziehen gleichzeitig Moos und Filz aus dem Rasen.

So vertikutiert man richtig

  1. Rasen zuerst auf etwa 3–4 cm mähen.
  2. Vertikutierer nur wenige Millimeter tief einstellen.
  3. Fläche gleichmäßig in Bahnen bearbeiten (am besten einmal längs und einmal quer).
  4. Herausgeholtes Moos und Rasenfilz gründlich entfernen.
  5. Anschließend kann es sinnvoll sein, den Rasen zu düngen oder nachzusäen.